Xbox Series X/S Geheimtipps: Diese versteckten Funktionen kennen 90 Prozent der Spieler nicht

Die Xbox Series X und Series S haben die Gaming-Landschaft grundlegend verändert. Wer von der Xbox One oder gar noch älteren Konsolen umsteigt, erlebt einen technologischen Quantensprung, der weit über bessere Grafik hinausgeht. Die wahren Stars der neuen Microsoft-Konsolen sind nämlich Features, die man nicht unbedingt auf den ersten Blick sieht, aber bei jeder Spielsession spürt: blitzschnelle Ladezeiten dank NVMe SSD, butterweiche Bilddarstellung durch Variable Refresh Rate und eine revolutionäre Art, zwischen Spielen zu wechseln mit Quick Resume.

Variable Refresh Rate: Wenn das Bild mit dem Spiel atmet

Wer kennt es nicht: Gerade in actionreichen Szenen mit schnellen Kameraschwenks oder explosiven Effekten wirkt das Bild irgendwie zerrissen oder ruckelig. Dieses Phänomen nennt sich Screen Tearing und entsteht, wenn die Bildwiederholrate des Fernsehers nicht mit der Framerate des Spiels übereinstimmt. Die Xbox Series X und S lösen dieses Problem elegant durch Variable Refresh Rate (VRR).

VRR synchronisiert die Bildwiederholrate eures Displays dynamisch mit der tatsächlichen Framerate, die die Konsole liefert. Die Technologie funktioniert im Bereich von 40 bis 120 Hz und passt sich flexibel an die Bildrate an, die gerade ankommt. Das Ergebnis ist eine unglaublich flüssige Darstellung ohne Ruckler oder Bildrisse, selbst wenn die Framerate schwankt. In Kombination mit AMD FreeSync und dem modernen HDMI 2.1-Standard erreicht ihr dabei Bildwiederholraten von bis zu 120 Hz.

Besonders spürbar wird dieser Vorteil in schnellen Multiplayer-Shootern wie „Call of Duty“ oder „Halo Infinite“, wo jede Millisekunde zählt und ein flüssiges Bild den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen kann. Aber auch in Rennspielen oder Action-Adventures sorgt VRR für ein deutlich angenehmeres Spielerlebnis. Die Technik arbeitet komplett im Hintergrund und ihr merkt nur eines: Das Gameplay fühlt sich einfach besser an.

120 Hz Gaming: Mehr als nur eine große Zahl

Die Unterstützung von 120 Hz ist mehr als nur ein Marketing-Feature. Während traditionelle Fernseher und ältere Konsolen meist bei 60 Hz enden, verdoppelt die Xbox Series X/S diese Rate – vorausgesetzt, euer TV oder Monitor spielt mit. Die doppelte Anzahl an Bildern pro Sekunde führt zu einer spürbar flüssigeren Bewegungsdarstellung, die besonders Wettkampfspielern einen echten Vorteil verschafft.

Allerdings gibt es einen Haken: Nicht alle Spiele unterstützen 120 fps, und oft müssen Entwickler dafür bei der Auflösung oder grafischen Details Kompromisse eingehen. „Fortnite“, „Rocket League“ oder „Rainbow Six Siege“ bieten beispielsweise einen 120-Hz-Modus, während grafisch anspruchsvollere Titel wie „Cyberpunk 2077″ weiterhin auf 30 oder 60 fps limitiert bleiben. Die Wahl liegt beim Spieler: maximale Bildqualität oder maximale Flüssigkeit? Beides gleichzeitig gibt es nur selten.

Die Velocity Architecture: Geschwindigkeit neu definiert

Der vielleicht größte Fortschritt der neuen Konsolengeneration versteckt sich unter der Haube: die Velocity Architecture. Dieses clevere Zusammenspiel aus Hardware und Software macht die Xbox Series X/S zu wahren Ladezeit-Monstern und verändert fundamental, wie schnell moderne Spiele reagieren.

Herzstück ist die NVMe SSD mit PCIe 4.0-Anbindung. Diese erreicht Lesegeschwindigkeiten von 2,4 GB/s bei unkomprimierten Daten und bis zu 4,8 GB/s bei komprimierten Daten. Im Vergleich zur traditionellen Festplatte der Xbox One laden Spiele deutlich schneller – ein Unterschied, den man sofort spürt. Was früher eine gute Gelegenheit für einen Kaffee war, dauert heute nur noch wenige Sekunden. Open-World-Spiele wie „Assassin’s Creed“ oder „Red Dead Redemption 2″ starten in Bruchteilen der Zeit, die auf der alten Generation nötig war.

Mehr als nur schneller Speicher

Die Velocity Architecture ist jedoch mehr als nur schneller Speicher. Microsoft hat ein ganzes Ökosystem entwickelt, das die SSD optimal ausnutzt. DirectStorage ermöglicht es Spielen, Daten direkt von der SSD in den Grafikspeicher zu laden, ohne den Umweg über die CPU zu nehmen. Das reduziert Engpässe und beschleunigt besonders das Laden großer Texturen. Sampler Feedback Streaming geht noch einen Schritt weiter: Statt komplette Texturen zu laden, werden nur die tatsächlich sichtbaren Teile in hoher Auflösung geladen. Das spart Speicherplatz und Ladezeit gleichzeitig.

Hinzu kommt die Hardware-Dekompression, die Spiele in Echtzeit entpackt, ohne die CPU zu belasten. Diese Technologien arbeiten im Hintergrund und sorgen dafür, dass Open-World-Spiele ohne Ladebildschirme zwischen Gebieten wechseln können und Fast-Travel-Punkte tatsächlich fast travel sind. Das ist keine Übertreibung – der Unterschied zur vorherigen Generation ist gewaltig.

Quick Resume: Magie für Multitasking-Gamer

Das vielleicht coolste Feature der Xbox Series X/S ist Quick Resume – und gleichzeitig eines der am meisten unterschätzten. Diese Funktion speichert den exakten Zustand mehrerer Spiele auf der SSD, sodass ihr blitzschnell zwischen ihnen wechseln könnt, ohne Ladezeiten oder das Durchklicken von Menüs.

Ein Knopfdruck aufs Xbox-Dashboard, Spiel wechseln – und innerhalb von wenigen Sekunden seid ihr mitten im anderen Spiel, genau an der Stelle, wo ihr aufgehört habt. Kein Neustart, keine Intros, keine Ladebildschirme. Danach springt ihr genauso schnell zurück zum vorherigen Titel. Die Anzahl der gleichzeitig gespeicherten Spiele hängt von deren Größe ab, liegt aber typischerweise zwischen drei und sechs Titeln. Die Xbox merkt sich diese Zustände sogar über Neustarts hinweg – nur Updates oder das manuelle Beenden eines Spiels löschen den gespeicherten Status.

Quick Resume funktioniert nicht mit allen Spielen perfekt. Online-Multiplayer-Titel wie „Destiny 2″ oder „Call of Duty: Warzone“ trennen oft die Verbindung, wenn sie zu lange im Hintergrund waren, und benötigen eine Neuverbindung. Bei Singleplayer-Erlebnissen jedoch ist das Feature absolut magisch und verändert fundamental, wie man zwischen verschiedenen Spielen jongliert. Wer einmal zwischen einem Rennspiel, einem RPG und einem Shooter hin- und hergesprungen ist, ohne auch nur einmal ein Ladelogo zu sehen, versteht die Faszination.

Xbox Series S: Kompromisse mit cleverer Technik

Die kleinere Series S teilt sich viele der genannten Features mit ihrer großen Schwester, allerdings mit Einschränkungen. Die SSD ist mit 512 GB deutlich kleiner, was bei modernen Spielen schnell eng wird. Auch die Grafikleistung ist mit 4 TFLOPS geringer im Vergleich zu den 12 TFLOPS der Series X, weshalb viele Spiele in 1440p bei 60 fps statt in 4K laufen. Das Leistungsziel der Series S liegt bewusst bei dieser Auflösung, mit Unterstützung für bis zu 120 fps in weniger anspruchsvollen Titeln.

Dennoch profitiert die Series S von der gleichen Velocity Architecture und Quick Resume. Die Ladezeiten sind identisch zur Series X, da beide Konsolen die gleiche NVMe-SSD-Technologie mit identischen Lesegeschwindigkeiten nutzen. Auch VRR mit 120 Hz wird voll unterstützt. Für Gamer ohne 4K-Fernseher oder mit kleinerem Budget ist die S deshalb eine überraschend leistungsstarke Option, die den Generationensprung deutlich spürbar macht. Der Preisvorteil ist erheblich, und für viele Spieler reicht die Leistung vollkommen aus.

So holt ihr das Maximum aus eurer Konsole

Um das volle Potenzial eurer Xbox auszuschöpfen, solltet ihr einige Dinge beachten. Nicht jeder Fernseher unterstützt HDMI 2.1 oder VRR – prüft in den TV-Einstellungen, ob entsprechende Modi aktiviert werden müssen. Oft verstecken sich diese hinter Bezeichnungen wie „Game Mode“ oder „Enhanced HDMI“. Der Auto Low Latency Mode (ALLM) aktiviert automatisch den besten Modus für Gaming, wenn die Konsole erkannt wird.

Speichert eure am häufigsten gespielten Titel unbedingt auf der internen SSD, nicht auf externen USB-Festplatten. Nur so profitiert ihr von den blitzschnellen Ladezeiten. Optimierte Spiele für die Series X/S erkennt ihr am entsprechenden Label im Store – diese nutzen die neue Hardware am besten aus. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann auf die offiziellen 1-TB-Speichererweiterungskarten zurückgreifen, die die gleiche Performance wie der interne Speicher bieten, wenn auch zu einem stolzen Preis.

Die Kombination aus VRR, 120 Hz, Velocity Architecture und Quick Resume macht die Xbox Series X/S zu mehr als nur einer stärkeren Konsole. Sie verändert fundamental, wie flüssig, schnell und komfortabel Gaming im Jahr 2024 sein kann. Wer einmal Quick Resume genutzt oder die Ladezeiten erlebt hat, möchte nicht mehr zurück zur alten Generation. Diese Features mögen auf dem Papier technisch klingen, aber in der Praxis machen sie den Unterschied zwischen einer guten und einer großartigen Gaming-Erfahrung aus.

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Die kompakte Series S

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